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Selbstbewusst kommunizieren? – 7 Rhetorik-Fallen die Ihre Wirkung killen und Tipps was Sie für mehr Souveränität tun können

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Selbstbewusst kommunizieren? Souverän auftreten? Diese 7 Rhetorik Fallen killen Ihre Wirkung – Tipps, was man besser machen kann

Schnapp, da hat die Rhetorik-Falle mal wieder zugeschlagen. Nach Lesen des Artikels werden auch Sie in der Lage sein, viel klarer solche “Schnapper” zu erkennen – bei anderen und auch bei sich selbst. Und wissen, was man besser machen kann bzw. wo man setzen muss. Denn wer möchte das nicht: souverän wirken, Stärke ausstrahlen, selbstbewusst kommunizieren und ankommen. Doch es gibt 7 gravierende Ursachen aus dem Bereich der Rhetorik, warum man nicht so wirkt, wie man wirken könnte.

Das Gemeine ist: sehr vielen sind diese Ursachen gar nicht klar, weil sie nicht bewusst und aktiv ihre Kommunikation reflektieren, steuern und trainieren. Erfahren Sie mehr über diese 7 Rhetorik Fallen, Wirkungskiller und Überzeugungskraft-Töter und was man besser machen könnte.

Inhaltsverzeichnis

Rhetorik-Falle #1 – Selbstbewusst kommunizieren? – Doch Sprache wird nicht bewusst + effektvoll eingesetzt

Wer selbstbewusst kommunizieren möchte, sollte sich seiner Sprache und ihrer Wirkung bewusst sein. Und sie aktiv und strategisch einsetzen. Dabei kommt es nicht nur darauf an, WAS man sagt sondern vor allem WIE man es sagt. Dafür spielen Satzbau, Wortwahl und Stimme eine Rolle.

Satzbau und Wortwahl

Das Problem

Wer so spricht, wie er schreibt, nimmt sich einen erheblichen Teil seiner Wirkung. Komplizierte Sätze, ein umständlicher Satzbau, das Aneinanderreihen von Fachbegriffen …

Damit mag man schriftlich Eindruck machen. In der gesprochen Sprache sind dies alles aber echte Verständniskiller. Und wer nicht verstanden wird, kann nicht selbstbewusst wirken.

Wie kann man es besser machen – worauf kommt es bei der Sprache an?

Dies sind die Tipps, um sprachlich bessser anzukommen:

  • Kurze, prägnante Sätze
  • Einfacher Satzbau, möglichst wenig Verschachtelungen
  • Mehr Verben als Substantive – denn dies klingt wesentlicher aktiver für den Zuhörer

Selbstbewusst kommunizieren setzt genau an diesen Basics an.

Denken Sie doch einmal an Ihre letzte Rede, Präsentation. Oder auch nur Ihre Wortbeiträge in der letzten Besprechung: Wie würden Sie sich selbst hier einschätzen? Wohl gemerkt, wir beziehen uns hier auf die gesprochene Sprache.

Stimme als Instrument einsetzen – Stimme trainieren

Unsere Stimme ist wie ein ganzes Orchester. Manche Orchester sprudeln vor Lebensfreude, doch andere Orchester (und es sind leider viele) sind bereits tot.

Das Problem

Lauscht man manchen Präsentationen, Gesprächen oder Diskussionen, gewinnt man häufig den Eindruck, dass der Totengräber schon die Schaufel in der Hand hat und gerade beginnt das Loch auszuheben. “Monotie in der der Südsee” wäre noch geschmeichelt.

Selbstbewusst kommunizieren geht anders.

Und das Schlimme ist: viele Menschen sind sich dessen gar nicht bewusst, was sie aus ihrer Stimme machen könnten.

Darauf angesprochen kommt sehr oft die Antwort: “Ich rede halt so. Was soll ich machen?”.

Hallo, aufwachen! Es ist Ihre Stimme! Sie sind der Dirigent!

Da geht immer etwas, wenn man will.

Man kann das Ganze sehr schön mit einem Orchester vergleichen:

Wie fänden Sie ein Konzert, bei dem das Orchester über mehrere Stunden alles in derselben Lautstärke spielen würde? Macht die Urgewalt eines “fortissimos” nicht gerade einen besonderen Reiz aus? Und dann der plötzliche Wechsel zu einem “piano”? Wird nicht der Wechsel zwischen schnellen und langsamen Passagen viel intensiver wahrgenommen? Setzt dies nicht gerade den Fokus, macht das Zuhören spannend oder interessant? Ist es nicht das, was unsere Aufmerksamkeit fast magisch anzieht.

Wie kann man es besser machen – Beispiele für mehr Wirkung der Stimme?

Mit unserer Stimme ist es mit unserer Stimme. Einige Beispiele / Tipps dazu:

  • Je leiser wir sprechen, umso unsicherer werden wir oftmals wahrgenommen. Daher immer (etwas) lauter sprechen als wir es momentan gerade meinen.
  • Ein Wechsel in der Lauststärke, eine bewusste aktive Modulation, macht unsere Stimme energiereicher. Und Energie wirkt selbstbewusst.
  • Das besondere Betonen der Worte oder Satzteile auf die es uns wirklich ankommt – so geben wir unserem Gegenüber genau die Interpretionshilfe mit, damit er unsere Wort auch so aufnimmt, wie wir es gerne verstanden wissen wollen.
  • Reden wir hingegen nur monoton, dann lautet die Message an unser Gegenüber: Hier ist mal mein roher Wortsalat. Such Dir doch bitte selber heraus, was mir wichtig sein könnte.

Extrem viele Menschen nutzen Modulation und Betonung viel zu wenig. Weil sie nicht erkannt haben, was sie mit ihrer Stimme für ein Wahnsinns-Instrument haben. Und dies auch noch permanent dabei. Und weil Sie kein oder zu wenig Gefühl für ihre Stimme haben.

Modulation und Betonung muss man trainieren, weil sich über Jahre eine persönliche Sprachmelodie entwickelt hat, die faktisch weitgehend immer das gleiche Stück spielt. Und in diesem Stück ist in sehr vielen Fällen noch erhebliche Luft nach oben. Schenken Sie also Ihrem Instrument “Stimme” doch mal ein paar neue Melodien. Dann erweitert sich Ihr Repertoire.

Der Tipp dazu:

Gönnen Sie sich den Spaß und lesen Sie sich selbst einen Artikel aus der Zeitung vor. Natürlich nehmen Sie dies auch gleich auf, z.B. auf dem Smartphone. Dann machen Sie sich selbst ein Bild von Ihrer Wirkung. Und wiederholen das Ganze, indem Sie durch Lautstärke und Betonung einen Fokus setzen. Kommt es jetzt an? Wenn nein, heißt es weiterüben.

Wenn Sie für sich selbst der Meinung sind, dass Sie mit Modulation und Betonung gut umgehen können, dann kommt die Ausbaustufe: Holen Sie sich Feedback von anderen.

Sie werden vermutlich auch hier überrascht sein, wie Ihre Stimme wahrgenommen wird.

In meinem Online Rhetorik Crashkurs “Selbstbewusster kommunizieren + souveräner wirken“, finden Sie noch viel mehr Tipps, Tricks, Sprachtaktiken, um an Ihrer sprachlichen Wirkung positiv zu schleifen. Schauen Sie doch einfach mal rein.

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Rhetorik-Falle #2 – Argumente werden nicht gehört oder gehen unter – meine Message  kommt nicht an

Das Problem

Das haben wir wahrscheinlich alle schon einmal erlebt: Sie haben das Gefühl, dass Sie in einer Diskussion zwar mitdiskutieren. Aber irgendwie scheinen Ihre Argumente kein Gehör zu finden? Irgendwie stehen die Ohren der anderen permanent auf Durchzug? Oder schlimmer: 5 Minuten später bringt ein anderer genau das Argument, was Sie ebenfalls schon geäußert haben. Nur er erntet damit Anerkennung.

Frustierierend oder ?

Selbstbewusst kommunizieren ist auch hier wieder anders.

Ihnen fallen bestimmt noch mehr Beispiele ein, befürchte ich.

Oftmals liegt dies daran, dass man seinen Argumenten nicht genügend Ausstrahlung verleiht. Oder mit seinem Instrument “Stimme” siehe oben noch nicht virtuos genug spielt (siehe oben).

Wie könnte man souveräner wirken und seinen Darstellungen mehr Ausstrahlung in der Kommunikation verleihen?

Selbstbewusster kommunizieren dank Sprachtaktiken und Sprachstrukturen

Indem man sogenannte Sprachtaktiken bzw. Sprachstrukturen nutzt. Struktur (und Logik) wirkt meist viel nachhaltiger. Natürlich gepaart mit Modulation und Betonung.

Dazu ein einfaches Beispiel für eine Sprachstruktur im Rahmen einer Argumentation:

Sie sagen … . Da sprechen Sie einen wichtigen Punkt an (Verstärkung). Ich bin der Ansicht, dass … – Denn dafür spricht (Argument 1). Außerdem ist zu berücksichtigen (Argument 2). Besonders entscheidend ist (Argument 3). Daher plädiere ich dafür, dass …

Welche rhetorischen Besonderheiten lassen sich hier feststellen?

  • Zuerst wird das Argument des anderen wiederholt. Damit gewinne ich Zeit, mir meine Struktur aufzubauen.
  • Dann holt man den anderen emotional ab, indem man ihn lobt, also seine Aussage verstärkt. Dies senkt in vielen Fällen seinen Impuls, mir direkt wieder dazwischenzugrätschen.
  • Nun folgt meine Argumentation. Ich starte mit einem mittelstarken, in der Mitte steht mein schwächstes und am Ende mein stärkstes Argument.
  • Schließlich reiche ich das Ganze noch an, nämlich um bestimmte Schlagworte

Schlagworte sind eine weitere Möglichkeit, um überzeugender zu wirken.

Wirksame Schlagworte gezielt nutzen

Im Beispiel werden zwei Schlagworte/Zauberworte genutzt, um den eigenen Aussagen mehr Nachdruck zu verleihen.

  • Besonders entscheidend
  • plädiere

Es gibt Schlagworte, die bei vielen Menschen eine Fokussierung auslösen und Aufmerksamkeit lenken. Nach meiner Erfahrung gehören diese beiden in jedem Fall dazu.

Der Tipp dazu: Suchen Sie Menschen (in Ihrer Umgebung, Ihrer Firme oder auch bei Debatten im Fernsehen), bei denen Sie den Eindruck haben, dass ihre Worte bei Ihnen überzeugend wirken:

  • Können Sie Sprachstrukturen identifizieren?
  • Gibt es Schlagworte oder Formulierungen, die immer wieder eingesetzt werden?

Halten Sie diese fest und testen Sie, ob bzw. was auch Sie damit erreichen können.

Man sieht bereits an diesen einfachen Beispielen, wie man souveräner wirken kann, wenn man aktiv und bewusst mit seiner Sprache umgeht.

Selbstbewusst kommunizieren bedeutet, den Rhetorik Fallen ein Schnippchen zu schlagen.


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Rhetorik-Falle #3: Gesprächspartner haben nicht das Gefühl, dass es ein “gutes Gespräch” war

Wer gut und souverän auftreten will, der sollte vermeiden, dass er beim Gesprächspartner während oder nach dem Gespräch negativ “markiert” wird.

Das Problem

Die Rhetorik-Falle besteht nun darin, dass WIR GLAUBEN, dass wir ein guter Gesprächspartner waren, dass es ein “gutes Gespräch” war. Weil WIR GLAUBEN, den anderen verstanden und dies ihm auch gezeigt zu haben.

Leider ist dies oft ein gefährlicher Trugschluss. Wir schließen schlicht (mal wieder nur) von uns auf andere.

Und in der Folge wurden wir vom Gesprächspartner negativ markiert. Wir werden mit schlechten Gefühlen verbunden, etwa “Der versteht mich nicht”, “Der hört mir ja gar nicht richtig zu”, “Ich kann sagen, was ich will, er will ja nur seine Sachen besprechen.” Oder, oder, oder.

Wo liegt also die Rhetorik-Falle? Der Kommunikationsfehler, den so viele von uns täglich machen?

Wir bemühen uns nicht aktiv darum, dem anderen zu zeigen, dass wir ihn verstehen wollen.

Was wir meistens nämlich nicht zu 100% wissen, ist, ob der andere auch tatsächlich das Gefühl hatte, von uns verstanden worden zu sein. Erst dann wird er uns positiv markieren. Und erst dann sind wir gut angekommen.

Selbstbewusste Kommunikation, gelingende Kommunikation zeichnet sich dadurch aus, dass sie – von einem echten Streitgespräch vielleicht abgesehen – beim anderen “gute Gefühle” auslöst.

Was ich für ein “gutes Gespräch” tun kann

Und wie kann ich beim anderen solche “guten Gefühle” auslösen?

Einer der zentralen Tipps dafür ist: Lernen Sie zuzuhören!

Wie jetzt? Zuhören kann doch jeder, denken Sie?

Ich bin da ganz anderer Meinung.

Viele Menschen überschätzen schlicht ihre Qualität als Zuhörer. Würde man 100 Menschen fragen, ob sie sich als guter Zuhörer sehen, würden wahrscheinlich locker über 80% bis 85% sagen: na klar!

Doch das, was hier als “Zuhören” bezeichnet wird, ist meist nicht mehr als “Hinhören“.

Ja, gute Hinhörer sind wir wohl alle, aber eben keine guten Zuhörer.

Was muss zum reinen Hinhören dazu kommen?

Es sind vor allem zwei Dinge:

  • #1: Tatsächlich zu verstehen und Interesse daran zu haben, was der andere gemeint hat oder uns sagen will. Und dies sollte der andere auch mitbekommen. Einfachste Technik dazu ist das sogenannte “Paraphrasieren”. Beispiel: “Habe ich richtig verstanden, dass Sie ..”). Wenn ich den anderen nicht richtig verstanden habe, dann wir er mir das jetzt sagen. Und dann kann er mir erklären, was er wirklich gemeint hat. So besteht eine viel größere Chance, dass er sich verstanden fühlt.
  • #2: im Idealfall auch erkannt zu haben, wie der andere sich gerade fühlt. Ist er enttäuscht? Und wenn ja, worüber? Hat er Angst? Und wenn ja, wovor? usw. Wie bekomme ich das raus? Nun, auch wieder durch fragen. Beispiel: “Ich habe das Gefühl, dass Sie enttäuscht sind?”. Was kann es Besseres geben, als dass der andere erkennt, dass wir auch seine Gefühle verstehen oder zumindest verstehen wollen?

Erst wenn uns diese beiden Aspekte gelingen, dann sind wir wirklich gute “Zuhörer”.

Machen Sie doch mit diesen 2 einfachen Fragen den Test und holen Sie sich Feedback von Freunden, Bekannten, Verwandten … wie es um Ihre Qualitäten als Zuhörer bestellt ist:

  • Empfindest Du mich als guten Zuhörer?
    • Wenn ja, warum?
    • Wenn nein, warum nicht? Was kann ich besser machen?
  • Hast Du das Gefühl, dass ich Dich verstehe?
    • Inhaltlich?
    • Emotional?

Aus den Antworten lassen sich meist eine Reihe von Verbesserungsmöglichkeiten ableiten.

Der wichtige zusätzliche Rhetorik-Tipp fürs “selbstbewusst kommunizieren” liegt auch hier wieder darin, dass Sie mit solchen Reflexionen und “Erhebungen” überhaupt starten.

Dass Sie erkennen, welche Bedeutung gutes Zuhören für erfolgreiche Kommunikation hat. Und dass Sie sich daher überhaupt bewusst machen wollen, ob und wie Sie als Zuhörer wahrgenommen werden.

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Rhetorik-Falle #4: Bedenken, Kritik oder Einwände machen mich leicht sprachlos und dann wirke ich klein oder hilflos statt souverän

Das Problem

Wer im wahrsten Sinne des Wortes “sprachlos” ist, hat in der Kommunikation verloren. Wer sich überrumpeln lässt, hat verloren. Und wer verliert, kann nicht mehr selbstbewusst kommunizieren oder souverän wirken. Stärke und Ausstrahlung sind dahin.

Manche Menschen setzen daher gezielt Bedenken, Kritik, Einwände oder Vorwürfe ein, um andere “mundtot” zu machen. Andere zu erschlagen.

Während Bedenken, Kritik und Einwände meist auf der Sachebene ansetzen, geht der Vorwurf tiefer. Er geht ins Eingemachte, an mein Ich, an meine Identität. Und trifft dadurch noch viel stärker.

Und so erreicht der Bedenkenäußerer, der Einwandvorbringer, der Vorwurferheber in vielen Fällen genau das, was er erreichen will. Das Machtverhältnis in der Kommunikation schlägt zu seinen Gunsten aus. Ich bin sprachlos – und der andere hat die Macht. Er gewinnt – ich verliere.

Möglicherweise passiert bei mir auch noch etwas Zweites. Ich bin nicht nur sprachlos sondern auch noch konsterniert und echt emotional getroffen (von einer solchen Unverschämtheit). Ich kann nicht mehr (klar) denken. Und dies schwächt meine weiteren Argumente und meine gesamte Ausstrahlung im weiteren Verlauf des Gesprächs oder der Diskussion.

Wie ich bei Bedenken, Kritik oder Einwänden souverän bleibe

Damit mir so etwas nicht passiert und diese Rhetorik-Falle zuschlägt, brauche ich wieder Instrumente.

Rhetorische Instrumente und Stilmittel, so dass ich weiß, wie ich hier parieren kann. Um mich nicht von dem ersten kleinen Gegenwind-Luftzug atemlos machen zu lassen. Um nicht sofort eingeschüchtert oder verschreckt die Flügel hängen zu lassen und den Kopf in den Sand zu stecken.

Und wie bei jedem Instrument, werde ich erst dann wirklich virtuos, wenn ich es beherrsche. Das erfordert üben. Am Besten täglich. Doch ich wieder hole mich …

Was kann man tun, um die Macht wiederzugewinnen? Sich nicht aus der Bahn werfen zu lassen?

Dafür hat sich ein zweistufiges Vorgehen bewährt:

  1. Emotional anfangen
  2. dann sachlich kontern

#1 Emotional abfangen

Warum zuerst emtional abfangen?

Nun, jemand der Bedenken äußert oder Einwände hat, ist emotional aufgeladen. Und solange er das ist, wird er für meine sachliche Argumentation nicht oder nur sehr bedingt offen sein.

Es gibt eine Reihe von Techniken, wie ich dieses “emotionale Abfangen” erreichen kann. Eine haben wir oben bereits kennengelernt: den Verstärker.

Beispiel:

Jemand sagt: “Das XY ist viel zu kompliziert”.

Sie sagen (emotional abfangen durch Verstärken): “Gut, dass Sie diesen wichtigen Punkt ansprechen.”

Was erreiche ich damit?

Durch meine Zustimmung signalisiere ich Verständnis. Bitte beachten: Verstanden heißt nicht automatisch auch einverstanden. Und wer sich verstanden fühlt, coolt erst einmal runter. Genau dies wollten wir erreichen.

Diese Technik des emotionalen Abfangens verhindert auch oft den eigenen Impuls, dass man sich durch die Bedenken oder den Einwand persönlich angegriffen fühlt.

Etwa durch Gedanken wie: “Der findet meine Lösungsidee nicht gut. Der hält mich nicht für kompetent. Oder, oder, oder”. Ich lasse mich also nicht selbst sofort emotional runterziehen. Und damit habe ich die Chance weiter selbstbewusst und souverän zu bleiben.

#2 Sachlich kontern

Ist das Abfangen gelungen, ist die Bereitschaft des anderen größer, sich meinen sachlichen Argumenten zu stellen.

Was kann ich dazu nutzen?

Beispielweise eine Technik zur Einwandbehandlung, denn diese sind nicht nur für Verkaufsgespräche geeignet, sondern eignen sich prima für jede Form der Diskussion, in der ich mit Bedenken oder Einwänden konfrontiert werde.

Bleiben wir bei dem Beispiel oben.

Jemand sagt: “Das ist zu kompliziert”.

Was könnten Sie tun?

Viele sind jetzt erst einmal sprachlos. Andere werden jetzt sofort versuchen, mit einem Feuerwerk an Argumenten den anderen davon zu überzeugen, dass das nicht kompliziert ist. Möglichst noch eingeleitet mit “Nein, das ist doch gar nicht kompliziert.”

Doch was wird das in der ersten Reaktion beim anderen auslösen? Er wird sich angegriffen fühlen und mit seinem eigenen Feuerwerk an Argumenten versuchen, Sie davon zu überzeugen, dass er Recht hat.

In der Folge entsteht eine hitzige Diskussion. 

Wäre es daher nicht viel besser, anstatt nur sprachlos zu schweigen oder anstatt direkt mit seinen eigenen Argumenten voll und blind loszulegen, dem anderen zunächst eine Rückfrage zu stellen? Dies wäre dann die sogenannte Gegenfrage-Technik.

Beispiel: “Sie sagen, dass das zu kompliziert ist. Ich würde Ihre Sicht gerne verstehen. Könnten Sie mir das einmal näher erläutern?

Was ist die Folge?

Anstatt durch Sprachlosigkeit faktisch in der “Verliererposition” zu sein oder anstatt die hitzige Diskussion sofort zu starten, spielen Sie den Ball an den anderen zurück. Sie zeigen ihm, dass Sie ihn verstehen wollen (was weiter Zündstoff herausnimmt).

Jetzt muss er Farbe bekennen und zeigen, ob er wirklich gute Argumente hat. Jetzt muss ER kommen. Und das Schöne ist, Sie bekommen so viel eher heraus, worum es ihm wirklich geht. Und können dann wesentlich gezielter mir Ihren guten Argumenten seine entkräften.

Und vor allem: eine solche Gegenfrage ist immer leicht formuliert. So bleiben Sie nie sprachlos sondern weiter auf Augenhöhe.

Es würde leider den Rahmen diese Blogbeitrags sprengen, auf weitere Praxistechniken zum Umgang mit Bedenken oder Einwänden einzugehen. Im Rhetorik-Crashkurs zeige ich Ihnen 8 erprobte Techniken dazu, mit konkreten Beispielen.

Mit Vorwürfen umgehen

Wie schon gesagt, Vorwürfe gehen tiefer. Und damit ist die Gefahr einer emotionalen Reaktion meinerseits erhbelich größer. Wenn ich aber erst emotional verhaftet bin (ja vielleicht sogar den Tränen nah), dann war es das meist mit meiner Macht.

Ich darf also den Vorwurf möglichst gar nicht an mich heranlassen.

Ja, auch dies braucht Übung.

Deswegen helfen hier die Einwandbehandlungstechniken nur bedingt.

Bewährt hat sich stattdessen der Einsatz von Schlagfertigkeitstechniken. Etwa den Vorwurf positiv umzudeuten und in einen anderen Kontext zu stellen. Wenn mir dies gelingt, dann nehme ich dem Vorwurf seine Macht. Auch dazu machen wir im Rhetorik Crashkurs eine Reihen von Beispielen.

Rhetorik-Falle #5: Selbstbewusst wirken? Doch der andere fühlt sich angegriffen, obwohl man dies gar nicht vorhatte

Das Problem

Das ist ein echter Klassiker. Der andere macht zu. Und ich bin mir keiner Schuld bewusst.

Hintergrund ist oft, dass ich einen sogenannten Gesprächsstörer benutzt habe (ohne es zu wissen).  Der Gesprächsstörer beschädigt die Beziehungsebene in unserem Gespräch. Obwohl ich (eigentlich) auf der Sachebene bleiben wollte.

Es ist logisch, dass in der Folge das Gespräch kippen kann.

Beispiel:

Ein riesiger und meist nicht erkannter Gesprächsstörer ist die “Warum”-Frage.

Warum ist eine “Warum-Frage” ein Gesprächsstörer? Schließlich wollte man doch nur investigativ nachfragen …

Nehmen wir dazu ein Beispiel:

Jemand sagt zu Ihnen: “Warum haben Sie nicht xy gemacht?”

Was würden Sie jetzt emfinden?

Die meisten Menschen nehmen hier einen versteckten Vorwurf wahr, frei nach dem Motto: “Man, sind Sie aber blöd. Das weiß doch jeder. Man hätte doch nur xy machen brauchen, dann wäre alles gut gewesen.”

Und was ist die Folge?

Ich mache zu und versuche zu rechtfertigen oder mich zu verteidigen.

Und in der weiteren Folge? Die Qualität des Gesprächs leidet, sie wird gestört. Der andere wird negativ markiert. Denn er ist derjenige, der mich mit seinen (nervenden) Fragen in die Enge getrieben hat.

  • Denke ich, dass er selbstbewusst kommuniziert? Eher nein.
  • Halte ich sein Auftreten für souverän? Eher nein.
  • Bin ich geblendet vom intensiven Schein seiner positiven Ausstrahlung? Schon mal gar nicht.

Was kann ich besser machen?

Not-to-say-Liste

Logischer Tipp, um aus dieser Rhetorik-Falle herauszukommen: Gesprächsstörer vermeiden.

Oder, um noch einen Schritt weiterzugehen:

  • Gesprächsstörer identifizieren (= wo reagieren meine Gesprächspartner empfindlich drauf? Wo zeigen sie eine Reaktion, die für mich unerwartet ist?)
  • Gesprächsstörer notieren (= meine Not-to-say-Liste) = Ihre negativen Sprachmuster
  • Gesprächsstörer bewusst vermeiden, z.B. indem ich mir meine “Not-to-say”-Liste immer wieder anschaue und ins Gedächtnis hole oder in dem ich beginne, meine Sprachmuster umzustellen und andere Sätze/Flosken benutze.

Entscheidend ist auch hier – wie an vielen Stellen einer selbstbewussteren und souveräneren Kommunikation -, dass ich bewusster wahrnehme, wie ich kommuniziere und was ich sage. Dass ich im Anschluss an Gespräche oder Diskussionen reflektiere, was gut und was weniger gut gelaufen ist (und wodurch). Dass ich bewusster darauf achte, wann oder wodurch die Gesprächsqualität leidet oder die Stimmung kippt oder ein agressiverer Ton plötzlich ins Gespräch kommt.Oder, dass ich mir regelmäßig Feedback zu meinem Kommunikationsverhalten einhole.

Und hierauf achten eben sehr viele nicht!

P.S.: Die Liste könnte man natürlich auch anders einsetzen: Wenn ich meinen Gegenüber mal so richtig auf die Palme bringen möchte, dann nehme ich meine “Not-to-say-Liste” und haue einen Gesprächsstörer nach dem anderen raus. Gesprächseskalation praktisch garantiert.

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Als Willkommensbonus erhalten Sie die “Rhetorik-Tipps – 8 Gesprächsstörer, die Sie sofort vermeiden sollten” als pdf. Mit  Erläuterungen und anschaulichen Beispielen. Erfahren Sie mehr über Formulierungen, die viele unbedacht + unbewusst nutzen, die aber die Gesprächsatmosphäre schnell belasten, weil der andere sich hierdurch angegriffen fühlt.

“Wertschätzung + Performance” umfasst z.B. Zeitmanagement, Selbstmanagement, Führung, Selbstmarketing, Rhetorik

More-to-say-Liste

Wenn es Gesprächsstörer gibt, dann muss es umgekehrt doch auch Gesprächsförderer geben?

Klar, die gibt es ebenfalls. In diese Kategorie fällt alles, was dazu beiträgt, dass der andere sich im Gespräch wohlfühlt, dass er sich verstanden fühlt, dass er mit “guten Gefühlen” aus dem Gespräch herausgeht.

Zwei Beispiele für Gesprächsförderer haben wir bereits kennengelernt:

  • Gutes Zuhören
  • Einsatz von Verstärkern/Aufwertungen des anderen

Starke Folge für mich: ich werde positiv markiert. Meine Ausstrahlung verbessert sich. Ich werde als souveräner, selbstbewusster wahrgenommen. Bingo!

Logischer Tipp: Machen Sie sich eine More-to-say-Liste:

  • Gesprächsförderer identifizieren (= wo springen meine Gesprächspartner positiv an? Was bringt sie zum Lächeln? Wobei öffnen Sie sich?)
  • Gesprächsförderer notieren (= meine More-to-say-Liste)
  • Gesprächsförderer bewusst einsetzen

Rhetorik-Falle #6: Souverän wirken und auftreten? Beim Sprechen vor Publikum nutze ich das Füllhorn an Rhetorik-Stellschrauben nicht positiv für mich aus

Kommen wir zur 6. Rhetorik-Falle. Einer ganz typischen Rhetorik-Falle beim Sprechen vor Publikum oder beim Präsentieren.

Stellen Sie sich einfach vor: Jede Ansprache, jede Präsentation, jede Rede ist wie eine Reise. Eine gemeinsame Reise mit seinen Zuhörern. Es liegt in Ihrer Hand, ob es eine Abenteuerreise, eine Vergnügungsreise oder eine langweilige Reise mit erheblichen Reisemängeln wird. 

Eine solche Reise, nennen wir sie “Speech journey“, hat mehrere Stationen bzw. Zwischenstopps. Und Sie sind dafür der Reiseleiter.

Wie beim sogenannten “customer journey”, also der Reise des Kunden durch “mein” Unternehmen vom Erstkontakt bis zum Kauf oder der Betreuung nach dem Kauf, beginnt ein solcher “Speech journey” bereits weit vor dem Eintreffen der ersten Zuhörer.

Die Stationen des “Speech journeys” und seine Rhetorik-Stellschrauben für mehr Wirkung

An jeder Station dieser Rede-Reise mit Ihren Zuhörern gibt es Rhetorik-Stellschrauben, an denen Sie drehen, aber auch Rhetorik-Fallen, in die Sie tappen können.

Das Problem: Schon wieder sind sich viele dessen nach wie vor nicht bewusst.

Sie fokussieren primär auf den Haupt-Inhalt. Vielleicht noch auf einen logischen Aufbau und eine gute Argumentationskette. Und auf das Schönmachen der Folien bei einer Präsentation. Klar, diese Punkte sind auch wichtig.

Doch sich nur oder hauptsächlich hierauf zu fokussieren, ist bereits eine Rhetorik-Falle.

Was häufig “vergessen” wird, sind folgende – beispielhafte – Punkte, die zugleich – im positiven Sinne – Rhetorik-Stellschrauben und Stationen des “Speech Journeys” sind. Es geht um eine Dramaturgie, einen Spannungsbogen und den geplanten Einsatz der richtigen Stellschrauben der Rhetorik. Damit man auf seine Zuhörer nicht wie eine Schlaftabellte wirkt. Damit die eigene Begeisterung und Energie rüberkommt. Damit man seinen Worten sprachlich und körpersprachlich mehr Nachdruck verleiht.

  1. Station: Vorbereitung – Beispiele
    • Ein guter “speech journey” beginnt lange bevor der erste Zuhörer da ist. Sehr lange. Nämlich mit meiner Vorbereitung. Hier liegen 80% des Erfolgs.
    • Wer sitzt da vor mir (Zielgruppe) und in welcher Rolle bin ich hier? Erst wenn ich die Erwartungen meiner Zuhörer kenne und mich damit konkret auseinandersetze, kann ich den Zuhörern Nutzen stiften. Und jemand, der am Ende für mich Nutzen stiftet, wird positiv markiert. Und kann selbstbewusst kommunizieren. Ja, wirkt möglicherweise sogar auf mich souveräner.
    • Setting und Arbeitsplatzvorbereitung mit all seinen Facetten, wie Technik, Licht & Co
  2. Station: EinstiegBeispiele
    • Wie gestalte ich den Einstieg in die Rede oder Präsentation inhaltlich? Etwa mit Anekdote oder Zitat? Gibt es einen aktuellen Aufhänger?
    • Wie gehe ich nach vorne zum Pult oder auf die Bühne?
    • Wie stehe ich präsent und strahle Ruhe aus?
  3. Station: “Während” – Beispiele
    • Wie “plane” ich den Blickkontakt – den Blickkontakt schafft Verbindung?
    • Wie werde ich körpersprachlich meine Aussagen unterstützen? Ein ganz einfaches Beispiel wäre etwa bei Aufzählungen die Finger zu Hilfe zu nehmen.
    • An welche Körpersprache-Aspekte will ich mich während meiner Rede erinnern? Zum Beispiel “Freundlich schauen”, “mehr Lächeln”. Diese “Anstupser” packe ich mit in mein Skript.
    • Welche Stellen will ich sprachlich besonders herausstellen? Wo baue ich durch Modulation einen Spannungsbogen auf? Wo kann ich mit Pausen starke Akzente setzen? Was möchte ich besonders betonen? Wo möchte ich leiser werden, wo lauter?
    • Gibt es Sprachstrukturen (siehe oben bei Rhetorik-Falle #1), die ich einsetzen möchte?
    • Wohin mit meinen Händen? Gibt es ein Pult? Habe ich etwas in der Hand? Wie wirken verschiedene Handhaltungen von mir auf andere? Dies trainiere und übe ich im Vorfeld.
    • Was mache ich, wenn mir die Zeit wegläuft? Selbstverschuldet, weil ich mich “verquatscht” habe oder fremdverschuldet, weil einfach unverschämterweise meine Redezeit verkürzt wird. Dies ist wiederum Teil einer guten Vorbereitung.
    • Was mache ich, falls ich doch zu viel Zeit haben sollte? Denn “Leerlauf” macht sicher keinen guten Eindruck. Auch dies ist wieder Teil der Vorbereitung.
    • Wie “bewege” ich mich?
      • Bleibe ich am Pult stehen, dann sollte ich zumindest mit den Händen etwas Energie rüberringen.
      • Neige ich dazu, beim Reden einen Baum zu spielen, also bewegungslos und festverwurzelt meinen Text herunterzubeten? Dann schaffe ich mir “Bewegungsspielraum”, z.B. in dem ich etwas an ein Flipchart schreibe oder etwas mit Pointer oder mit dem Finger auf der Leinwand zeige.
    • Kann ich zusätzliche rhetorische Stilmittel einsetzen und wenn ja, an welchen Stellen? Beispielsweise rhetorische Fragen.
    • ……
  4.  Station: Ende und Abgang – Beispiele
    • Auch der letzte Eindruck zählt – wie kann ich am Ende einen weiteren Höhepunkt setzen, der positiv in Erinnerung bleibt. Ein “Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit” ist dabei sicherlich nicht die beste Wahl (Rhetorik-Falle lässt grüßen)
    • Beispiele können sein: Brücke zum Anfang schlagen, Bonmot, knackige Zusammenfassung oder nächste Schritte

Der “Speech journey” will geplant und geübt sein

Sie sehen: es gibt, positiv betrachtet, ein Füllhorn von Rhetorik-Stellschrauben, an denen ich drehen kann. Bis zum Anschlag. Selbstbewusst kommunizieren und souverän wirken geht m.E. nicht ohne.

Und jetzt bitte ich Sie ehrlich zu sein! Beantworten Sie für sich ehrlich die folgende Frage:

Plane ich die relevanten Rhetorik-Stellschrauben des “Speech journeys” ausreichend bzw. ausreichend detailliert?

Die meisten, denen ich diese Frage stelle, müssen erschreckt feststellen, dass sie es nicht tun.

Und wer nicht an den Rhetorik-Stellschrauben dreht, läuft große Gefahr in die Rhetorik-Falle zu tappen.

Deshalb der Tipp:

Gewöhnen Sie sich an, neben der inhaltlich-methodischen Vorbereitung explizit auch eine rhetorische Vorbereitung durchzuführen. Die Leitfragen oben können dabei hoffentlich wichtige Anhaltspunkte sein.

Mit der Zeit geht dies in Fleisch und Blut über und wird wesentlich weniger Zeit in Anspruch nehmen als es momentan gerade aussieht.

Mehr erfahren? Im Rhetorik-Crashkurs gibt es jede Menge erprobte Tipps für die wichtigsten Stationen des “Speech journey”und um auch sonst selbstbewusster und souveräner zu kommunizieren.

Rhetorik-Falle #7 – Unsicherheit merkt man mir sofort an

Das Problem

Ich bin fest davon überzeugt, dass Ausstrahlung und Souveränität, dass starke Wirkung massiv davon abhängen, wie ich mich innerlich fühle und wie ich zu mir selbst stehe.

Wenn ich nicht von mir überzeugt bin, kann ich andere nicht überzeugen.

Das Mimimi-Mäuschen kann noch so toll inhaltlich vorbereitet sein. Es wird nicht so ankommen, wie es ankommen könnte.

Genau deshalb ist aus meiner Sicht die “Denke” über sich selbst eine hochwirksame Rhetorik-Stellschraube. Oder, anders herum, ich tappe unweigerlich in eine oder mehrere Rhetorik-Fallen, wenn ich nicht aktiv und bewusst (ja, da haben wir es wieder!) daran arbeite, dass ich mich groß und souverän fühle.

Was kann man also tun – welche Rhetorik-Tipps gibt es?

Ich glaube, dass man auf zwei Ebenen ansetzen kann:

  1. Von außen nach innen
  2. Von innen nach außen

Souverän wirken – von außen nach innen – mit Körpersprache beeinflussen, wie ich mich fühle

Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass – ganz vereinfacht ausgedrückt – mein Äußeres auch nach innen wirkt. Und dies kann ich für mich nutzen:

Bedeutet: mit der Art meiner Körpersprache kann ich beeinflussen, wie ich mich fühle und vor allem, wie stark ich mich fühle.

Einfachstes Beispiel:

  • Stellen Sie sich einmal aufrecht hin.
  • Lassen Sie die Schultern hängen
  • Schauen Sie nach unten auf die Füße.
  • Mundwinkel ebenfalls nach unten
  • Und sagen jetzt: “Ich bin toll”.

Das kann nicht funktionieren!

Daher der Tipp:

  • Finden Sie Körperhaltungen, bei denen Sie sich stark fühlen, bei denen Sie den Eindruck haben “Ich bin der König/die Königin von Deutschland”.
  • Sammeln Sie diese für sich. Schriftlich!
  • Und setzen Sie diese Körperhaltungen ein – (selbst)bewusst
  • Wenn es nicht während der Kommunikation geht, dann kurz vorher
  • So bringen Sie ihr “König von Deutschland”-Programm im Gehirn an den Start. Und dies wird Ihrer Ausstrahlung gut tun.

Im Rhetorik-Crashkurs beschäftigen wir uns in diesem Zusammenhang mit den sogenannten “Power-Posen” und wie man diese in seinen Alltag integrieren kann.

Souverän wirken – von innen nach außen

Von innen nach außen bedeutet hier, dass ich Techniken nutze, um mein Selbstbewusstsein (von innen) zu stärken. Ein gestärktes Selbstbewusstsein hat Strahlkraft nach außen. So fällt Ihnen “selbstbewusst kommunizieren” und “souverän wirken” wesentlich leichter.

Der Tipp hierzu:

Nutzen Sie die Kraft eines persönlichen Erfolgs-Tagebuchs.  Bringen Sie sich (und vor allem) Ihrem Gehirn bei, auf Positives und Erreichtes zu achten. Denn es gibt immer etwas, worauf Sie an einem Tag stolz sein können. Selbst wenn es auf den ersten Blick gar nicht so aussieht.

Sich dies BEWUSST zu machen, das ist der Trick. Denn Ihr Gehirn wird dies über die Zeit “annehmen”. Sie fühlen sich größer, souveräner, selbstbewusster. Und dies werden auch die anderen merken.

Es nicht aktiv zu versuchen,  ist daher aus meiner Sicht eine echte Rhetorik-Falle. Es zu tun, ein wirksamer Rhetorik-Stellhebel.

Selbstbewusst kommunizieren, souverän wirken – welche Rhetorik-Tipps gibt es, um mich weiter zu verbessern

Uuups, jetzt ist der Artikel doch länger geworden als eigentlich geplant. Doch ich hoffe, es hat sich für Sie gelohnt.

Denn in der Rhetorik liegt eine unheimliche Kraft. Die Stellschrauben können meine Wirkung massiv nach vorne bringen. Das Tappen in die Rhetorik-Fallen, die nur allzugerne “hier” schreien, meine Wirkung extrem runterziehen.

Damit man bestmöglich von der Kraft der Rhetorik profitiert, ist es meines Erachtens extrem hilfreich, sich umfassend mit den Fallen und Stellhebeln bewusst und aktiv auseinanderzusetzen.

Sich einen eigenen Methoden-Koffer anzulegen, den Sie in Gesprächen, in Diskussionen oder bei Ihrer Reise mit den Zuhörern an den richtigen Stellen öffnen und dann das geeignete “Stück” herausholen.

Rhetorik, Rhetorik Seminar, Online Kurs, Crashkurs, kommunizieren, souveräner wirken, präsentieren, argumentieren, Stimme, Stimmtraining, Sprache, KommunikationstrainingGenau solch einen Methodenkoffer habe ich für Sie mit dem Online-Rhetorik-Crashkurs zusammengestellt. Damit Sie alles an einer Stelle haben. Knackig vollgepackt mit Beispielen und jeder Menge Tipps. Und immer ausgerichtet auf die Ziele: souveräner wirken, selbstbewusster kommunizieren und überzeugen, einfach besser ankommen. Ausgehend von den 7 Rhetorik-Fallen (und “Unterfallen”) erfahren Sie, was Sie jeweils tun können, um kommunikativ (noch) besser anzukommen.

Ich würde mich freuen, wenn er Sie weiterbringt.

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